Haus und Huhn

Die heitere Herde

Unsere heitere Herde kam im Oktober 2017 zu uns und besteht aus sechs Hühnern und einem Hahn. Im ersten Frühling sind noch zwei Küken dazugekommen.

1. Mephisto


Mephisto ist unser Hahn. Wie es sich für ein echtes Teufelchen gehört, trägt er die Farben Schwarz und Rot. Charakterlich ist er aber eher zurückhaltend und recht scheu. Typisch für die Rasse sind der äußerst große Kamm und die langen Kehllappen. Beides ist zwar hübsch anzusehen, aber im Winter extrem anfällig für Erfrierungen. Obwohl wir uns viele Gedanken über unser Hühnerhaus und die Isolierung gemacht haben (hier nachzulesen) und es in der Literatur sowie in diversen Foren auch immer heißt, leichte Minusgrade würden Hühnern nichts ausmachen, sind ihm im ersten Winter Zacken aus seinem Kamm abgefroren. Dieses Bild ist aus dem Frühling und man kann die Folgen der Erfrierungen noch deutlich erkennen.

2. Mrs. Patmore


Sie ist unsere einzige Henne mit rotbraunem Gefieder. Weil sie die Favoritin des Hahnes ist, sieht sie häufig etwas zerzaust aus. Zunächst war sie in der Hackordnung sehr weit oben. Sie war auch die Einzige, die schon in einer Mauser war. Während der Mauser musste sie sich aber sehr zurückziehen und hat dadurch ihren Status eingebüßt. Dennoch sieht man sie noch recht häufig allein mit dem Hahn durch die Gegend ziehen. Dabei ist sie deutlich mutiger als er. Sobald sie etwas Leckeres sieht, gibt es kein Halten mehr. Ihrer Gefräßigkeit ist es auch zu verdanken, dass sie schnell zutraulich genug wurde, um aus der Hand zu fressen. Abgesehen von ihrer Verfressenheit ist an ihr noch auffällig, dass sie im Gegensatz zu allen anderen die Nester auf dem Boden nicht gern annimmt, sondern stattdessen lieber oben auf dem Kotbrett die Zeitung zerrupft und dort ihre Eier legt. Oft scheint sie auch ihre Eier zu „verlieren“, wenn sie auf der Stange hockt. Das ist etwas ungünstig, weil sie dann regelmäßig kaputt gehen.

3. Morla


Morla ist eine von drei schwarzen Hennen. Sie ist ein dickes, gemächliches Huhn, das einen sehr großen Kamm hat, der ihr schräg in die Stirn fällt, weshalb sie zunächst mit dem nicht ganz schmeichelhaften Namen „Schlabbikamm“ leben musste. Vermutlich war das der Grund, weshalb der Züchter sie aussortiert hat, denn ihr Gefieder ist sehr schön, dicht und glänzend.

4. Fräulein Else


Sie ist ein sehr hysterisches junges Ding, was andauernd Alarm macht, auch wenn es eigentlich gar keinen Grund gibt. Sie schafft es, mit den Flügeln zu schlagen und sich dann selbst davor so zu erschrecken, dass sie mit wildem Panikgeschrei aufspringt und die ganze Herde in Aufregung versetzt. In der Hackordnung war sie anfangs ganz unten, was ihr aber den Mut der Verzweiflung einbrachte. Anders als Mrs. Patmore frisst sie nicht deshalb aus der Hand, weil sie so mutig oder so verfressen ist, sie tut es, weil sie einfach keine andere Wahl hat, denn als rangniedrigste Henne kann sie sich Schüchternheit nicht leisten. Sie steht immer erst im Hintergrund und wartet auf ihre Gelegenheit. Dann rennt sie plötzlich los, schnappt sich einen Bissen und rast augenblicklich wieder davon, um sich mit ihrer Beute irgendwo zu verstecken. Inzwischen scheint sie den rangniedrigsten Platz aber an Mrs. Patmore abgegeben zu haben.

5. Brunhilde


Brunhilde ist eine stämmige, ruhige Henne mit einem schön gezackten Kamm und dichtem, cremefarbenen Federkleid. Man sieht aber immer, dass sie lieber in Erdlöchern badet als in der extra bereitgestellten Sandwanne, denn meistens ist sie dreckig, obwohl sie durchaus viel Zeit mit Federpflege verbringt.

6. und 7. Hanni und Nanni


Hanni und Nanni sind zwei weitere schwarz-weiße Hennen. Hanni hat auffallend weiße Flügelspitzen und Schwanzfedern, zumindest auf der rechten Seite. Nanni sieht Morla vom Gefieder her ähnlich, hat aber einen aufrechteren Kamm, so wie Hanni. Sie war unsere erste Glucke und hat sehr fleißig gebrütet, die Eier verteidigt und auf die Küken aufgepasst. Später hat sie sich die Erziehung mit Brunhilde und Mrs. Patmore geteilt.

8. und 9. Nugget und Nummer 2


Nugget und Nr. 2 sind unsere ersten eigenen Küken. Sie sind im Frühjahr 2017 geschlüpft. Näheres zur Brut erfahrt ihr in einem weiteren Beitrag, den ich hier verlinken werde, sobald ich ihn fertig habe. Nugget war einen Tag vor Nr. 2 da und ist ganz gelb, Nr. 2 hatte von Beginn an einen schwarzen Punkt auf dem Kopf. Nach ein paar Wochen ist eindeutig zu erkennen, dass Nugget von Brunhilde abstammt, bei Nr. 2 kommen mehrere Mütter infrage. Wenn wir wissen, ob es sich um Hähne oder Hennen handelt, bekommen sie noch neue Namen.

So, das ist sie also, unsere kleine heitere Herde im Portrait. Mal sehen, wie sie sich über die Jahre entwickeln wird, wenn sich etwas ändert, erfahrt ihr es sofort.
Bis dann und herzliche Grüße!
Grit

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